Abschied/Nachruf von meiner wundervollen Hovawarthündin Georgie…

Ich danke dir für deine bedingungslose Treue von über dreizehn Jahren!

Ich habe es dir manchmal nicht einfach gemacht. Doch du hast es getragen. Hast es nicht verstanden, wenn fraule „gepoltert“ hat- hast dich verzogen. Um im nächsten Moment schwanzwedelnd auf mich zuzukommen.

Ich werde nicht vergessen, wie stolz du deine meterlangen Äste vor mir hergetragen hast. Deine Rute hoch erhoben- tänzelnd wie ein Vollblutpferd! Bist dem Ball hinterher gesaust, in einem Tempo; es war mir eine pure Freude dir zu zusehen. Unermüdlich hast du mich aufgefordert mit dir zu spielen.

Du warst als Wächterin par excellance! Logisch, du warst ja auch ein Hütehund. Hast mir mit Wuffen mitgeteilt, wenn jemand an der Haustüre war.

Mit jedem tiefen Grollen und Knurren hast du mir angezeigt, welche Art Mensch ich vor mir habe! Dies war das schönste Geschenk, dass du mir machen konntest. Du lehrtest mich Menschenkenntnis und wie wichtig es ist bedingungslos bei sich zu bleiben + achtsam mit sich selbst zu sein.

Keinen Tag würde ich missen wollen, dich an meiner Seite gehabt zu haben!

Als du 2014 den ersten HD Schub bekamst, laut vor Schmerzen aufgeheult hast, blutete mir das Herz. Röntgenbilder später war es gewiss, dass deine Hüfte und dein Herz anfingen sich abzunutzen und zu altern. Ich habe dein Futter auf Barf umgestellt, und mit Schmerzmittel + Ergänzungsmittel ging es aufwärts und du bist mit deinen sechs Jahren aufgelebt.

Ich kann mich noch gut an meinen Schreck erinnern, als ich dich eines Tages von der Hundesitterin holen wollte + du nicht im Garten warst. Ich habe den Weg abgesucht, nichts. Ich fuhr nach Hause um dort nachzusehen- dort lagst du unter dem Busch + hast dich tierisch gefreut mich zu sehen. Leider hab ich mit dir geschimpft, anstatt zu erkennen, wie schlau du den Weg nach Hause fandest. Meistbefahrene Straßen, durch eine Unterführung durch, umsichtig ohne dass dir etwas geschah! Vermutlich hattest du einfach keine Lust mehr auf mich zu warten + gingst vorher nach Hause……

Einmal noch hast du dich entschieden, vor dem Abholen, allein nach Hause zu gehen. Krass fand ich, dass du den Weg nach Hause fandest, zumal wir umgezogen waren!

Du warst eine treue Seele an meiner Seite, besonders bei den nicht so tollen Momenten in dieser Zeit. Dir hatte ich zu verdanken, dass ich aufstehen musste, weil du Gassi gehen wolltest, um dich zu erleichtern.

2018 hast du angefangen abzubauen. Du konntest nicht mehr lange laufen, hast mehr geschlafen als sonst. Hattest deine HD Schübe, Magen-Darm Geschichten. Und deine Schnauze wurde heller und heller. Physiotherapie und Akupunktur brachten ein wenig Linderung. 2020 habe ich mich entschieden Zara ins Haus zu holen. Ein kleiner schwarzer Welpe, wohlweislich im Blick, dass du eifersüchtig bist. Doch du hast nach anfänglicher Ziererei Zara angeleitet + ihr, durch deine ruhige feine Art, mir sehr bei der Erziehung geholfen. Auch wenn du manches mal keine Lust auf so eine agile Hündin hattest, lieber deine Ruhe wolltest….

Mir tat es jedes Mal im Herz weh, wenn du mitspringen wolltest und es nicht so gut ging. Doch durch dein langsames Laufen hat sich Zara nach dir orientiert und half mir wiederum, dass sie lernte bei uns zu bleiben. Es war ein anstrengendes erstes Jahr für uns alle drei.

Wir entschieden uns nochmal umzuziehen, in ein Haus mit großem Garten, in der Hoffnung, dass du mir noch einige Jahre erhalten bliebst. Unter den Haselnussbäumen liegen, ein bisschen Ball spielen und einfach deine Rente genießen.

2021 kam Sam zu uns, ein kleiner verstörter, ängstlicher Welpe. Obwohl du deine Ruhe haben wolltest, hast du Sam erlaubt, sich an dich zu kuscheln + deine Nähe und Wärme spüren zu dürfen. Er hatte von Anfang an Respekt vor dir. Du warst ihm eine tolle „Oma“! Obwohl er, heute mit seinen einundeinviertel Jahren viel größer ist als du, lag er immer noch gerne nah bei dir.

Ich hätte mir noch länger Zeit mit dir gewünscht. Leider hast du seit Weihnachten rapide abgebaut. Selbst die Depotspritzen halfen nicht mehr. Du hattest keine Muskeln und Kraft mehr, dich auf deinen Beinen zu halten. Deine Augen waren oft trübe, als verweilten sie schon in einer anderen Welt. Du liefst manches mal orientierungslos im Garten herum. Du hattest sichtlich Schmerzen, und ich durfte nicht mehr so egoistisch sein, dich zu halten.

Ich habe mich lange um die Verantwortung gedrückt, dich zu erlösen. Du konntest deine Ausscheidungen schon seit zwei Jahren nicht mehr halten. Jede Nacht bin ich aufgewacht und habe deine Ausscheidungen weggemacht. Zuletzt konntest du nicht mehr aufstehen und wir haben dich die Treppen hoch getragen, weil du in meiner Nähe sein wolltest.

Heute weiß ich, das du mir mit deinen Blicken sagen wolltest, dass du gehen möchtest. So geschah es dann auch. Du durftest in meinen Armen friedlich über die Regenbogenbrücke gehen. In diesem Moment hat es gedonnert und angefangen zu regnen- ein Regenbogen erschien am Himmel und wir dachten, jetzt kann deine Seele wahrlich über die Regenbogenbrücke………..

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