Psychohygiene

Verhaltensweisen des Menschen sind Automatismen, Glaubensmuster und Sätze die zumeist in der Kindheit anerzogen, gelernt, konditioniert, angeeignet wurden.

Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Deshalb können wir in Situationen im Alltag getriggert (erinnert an ein vergangenes Erlebnis) werden, oft auf emotionaler Ebene.

In unserer Wahrnehmung existiert eine Art Filter bedingt durch die Erziehung in der Kindheit. Sei es positiv oder negativ besetzt.

Wenn der emotionale Leidensdruck zu hoch ist, könnte der Mensch sich mit therapeutischer Begleitung, in einem geschützten Rahmen, der erlernten Verhaltensweisen annehmen, sich dessen bewusst werden, und….

durch das Finden und Aufarbeiten der Ursache in der Vergangenheit, seine Blockaden und Ängste auflösen. Sich die Verhaltensweisen aneignen, die seinem jetzigen erwachsenen Leben entsprechen.

Die in der Vergangenheit erlernten Verhaltensweisen, dienen als eine Art Schutzfunktion und Sicherheit. Damals waren sie zu dem Zeitpunkt genau richtig.

Heute darf sich der erwachsene Mensch überlegen, ob diese gegenwärtig noch brauchbar sind.

Und sie dann gegebenenfalls gegen reifere Verhaltensweisen austauschen!

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Zitate

Mit der Liebe ist es wie mit Kleidern. Beide brauchen ein bisschen Spielraum, sonst fühlen wir uns eingeschnürt. (Erna Lackner)

Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird! (Michael Quoist)

soziale Konflikte

für das Verstehen sozialer Konflikte ist die Unterscheidung

zwischen Sachebene + Beziehungsebene fundamental wesentlich:

„Die Beziehungsebene dominiert immer die Sachebene!“

Lebensveränderung….

…es ist nicht einfach sein Leben von jetzt auf Nachher zu verändern.

Gerne sitzt mensch in seiner Komfortzone, denn dort ist es behaglich und mensch kennt alles und die Gewohnheit hält einen im passiven Modus- gibt Halt und Struktur.

Was muss geschehen, dass mensch Veränderung anstrebt?

Ich denke, zu einem wird der Leidensdruck unerträglich und dann braucht es Veränderung.

Oder mensch spürt die Stagnation des Lebens, es schleicht sich unmerklich eine Unzufriedenheit ein. Mensch fühlt sich antriebslos, vieles wird langweilig. Repressalien von außen (siehe covid virus) möchten einem den „Stempel“ aufdrücken.

Die anderen Menschen verändern sich merklich, werden gereizter, murren, sind verärgert oder lassen sich verängstigen…..

Mensch wird auf sich selbst zurück „geworfen“ und fängt an über den Lebenssinn zu sinnen……

Der eine mensch stagniert und verharrt in seiner Komfortzone, der andere mensch denkt sich, dass kann doch nicht alles gewesen sein.

Oft braucht es nur einen kleinen Impuls von Außen oder von Innen, damit es beim mensch „klick“ macht und er sich auf den Weg begibt seine Lebensrichtung zu ändern, damit sein Leben einen neuen Sinn ergibt.

Das heißt nicht, dass es einfach ist; denn mensch weiß nicht, ob sich die Lebensveränderung lohnt.

Andere Stadt, anderer Ort, andere Menschen….

Bereit neu anzufangen, bereit Veränderungen herbeizuführen, kann sehr inspirierend und bereichernd sein. Meist kommt der Gedanke, etwas verändern zu wollen, es folgen die Worte und daraufhin kommt die Handlung…

Natürlich braucht es auch den Mut des Menschen aus der Komfortzone auszubrechen und sich auf neues Terrain zu wagen.

Meist reicht der erste Schritt nach vorne zu gehen und weitere Schritte werden folgen.

Hilfreich ist ebenso, sich von den „angst machenden“ Gedanken, die einem in den Kopf kommen können, nicht verunsichern zu lassen. Das sind nur Gedanken!

Die kommen und die gehen auch wieder.

Außerdem kennt mensch den alten Zustand doch genau. Wenn die Lebensveränderung einem nicht zusagen sollte, kann mensch wieder zur alten Version seiner Selbst zurück.

Wenn mensch sich dessen bewusst ist, dass das Gehirn gerne Neues mag und das Neue irgendwann auch wieder Gewohnheit wird, macht es umso mehr Spaß Lebensveränderungen zu initiieren!

Weil, was kann schon passieren?

Schlechter kann es nicht werden, es kann nur anders werden! Und dass ist doch schon viel.

Leben versus Lektionen

Das Leben fordert viele Lektionen, die es zu „meistern“ gilt.

Mensch kann es als Problem betrachten oder als Herausforderung sehen.

Das obliegt jeder/ jedem selbst.

Jeder Mensch darf wählen; liegt sein/ ihr Fokus auf dem „halbleeren Glas“ oder

lieber auf dem „halbvollen Glas“!!

Es gäbe noch eine dritte Variante, die da wäre: ein kleineres Glas wählen………

somit wäre dieses Glas auch voll !!!

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Merksätze zum Erwachsen werden:

Ich handle selbstständig und eigenverantwortlich.

Ich benutze mein Herz und Verstand gleichermaßen.

Ich grenze mich ab.

Ich fördere und schließe Frieden mit mir selbst.

Ich strukturiere den Tag.

Ich erledige meine Aufgaben und meine Pflichten.

Ich übernehme Verantwortung.

Ich beende mein/ das Suchtverhalten.

Ich schließe ab mit meiner Vergangenheit.

Ich lebe im Hier und Jetzt.

Ich fühle mich wohl in der Welt der Erwachsenen und der Welt der Kinder.

Ich nehme Abschied von meinen Eltern.

Ich halte Abstand zu ihnen.

Ich telefoniere mit ihnen bei Bedarf.

Ich überwinde meine Angst vor Nähe und Liebe.

Ich bin wichtig.

Ich liebe mich und die Anderen.

Ich bin eine Frau.

Ich bin ein Mann.

Ich darf so sein, wie ich bin.

Ich stehe zu meiner Partnerin.

Ich stehe zu meinem Partner.

Das Erwachsen werden hat so viele Forderungen, dass Jahre oder Jahrzehnte hiermit verbunden sein können!

Tierischer Familienzuwachs

Seit September 2020 bereichert eine sieben Monate alte Hündin unsere Familie.

Diese Hündin lehrt mich im Hier und Jetzt zu verweilen und achtsamer zu sein.

Je nach Alter und Rasse des Hundes werden die Entwicklungsstationen durchlaufen.

Im Moment ist sie in der Pubertät und hat ein rüpelhaftes Verhalten. Sie testet ihre Grenzen aus.

Nur gut, das meine zwölf Jahre alte Mischlingshündin als Oma fungiert und sie ein bremst, wenn ihr rüpelhaftes Verhalten ausufert.

In diesen momentanen unsicheren Zeiten sind beide Hunde ein Quell der Freude für mich.

Sie halten mich in Bewegung und in der Gegenwart.

Was will ich mehr!

Hurra….

meine Ausbildung zur Mediatorin hat im November 2020 angefangen.

Ich bin erfreut. Endlich wieder Input für mich. Neue Menschen kennenlernen.

Die Chance Menschen zu studieren, um meine Menschenkenntnis zu erweitern.

Zudem die Gelegenheit, wegen dem Corona-lockdown, neue Medien nutzen zu dürfen.

Dadurch lerne ich genauer zu zuhören und bekomme die Nuancen der Tonlage und der Wortwahl anders mit. Das verfeinert mein Repertoire an Einfühlungsvermögen……..

Digitalisierung 4.0 bedeutet auch neuen Arbeitskulturwandel

Viele Firmen bzw. Arbeitgeber möchten die Digitalisierung. Sie erhoffen sich eine effizientere verschlankende Produktion. Die Büromenschen sollen homeoffice machen, denn, man hat ja gesehen, dass trotz Corona die Produktivität sich gesteigert hat.

Prima, wie Programme, neue Einführung von software vieles einfacher und schneller macht. Das spart Kosten und Mitarbeiter.

Oh, ach ja, es werden ja noch die Menschen gebraucht, die die Systeme und Programme am Laufen halten…..

Nur was machen wir mit den Mitarbeitern, die nicht mehr so jung und dynamisch und lernfreudig sind, sei es, weil sie es nicht können oder nicht wollen?

Die traditionellen Arbeitgeber, die noch das Führen und Denken aus dem letzten Jahrhundert haben, machen es sich mitunter oft einfach. Es wird entlassen oder die Mitarbeiter werden unter Druck gesetzt, das sie freiwillig gehen oder es werden auch niedere Tätigkeiten angeboten, was den Mitarbeiter frustriert und er innerlich kündigt.

Doch es gibt auch andere Arbeitgeber, die begreifen, das sie ihre Mitarbeiter abholen müssen. Das es keine technischen Neuerungen gibt ohne ein neues Denken, wie mit den Arbeitskräften umzugehen ist.

Ja, es gibt Firmen, die sich auf einen Arbeitswertewandel, eine neue Wertekultur besinnen und begreifen, das der Mensch kein“ human ressource“, also nur eine Ressource, eine Kapazität, eine Nummer ist, die man beliebig hin und her schieben kann, wie es der Arbeitgeber braucht.

Sie besinnen sich wieder auf Werte des Respekts, der Wertschätzung und Menschlichkeit und Vertrauen am Gegenüber.

Sie nehmen den Arbeitnehmer mit “ ins Boot“, weil sie begriffen haben, wie viel Wissen und Erfahrung ein Mitarbeiter hat.

Natürlich ist es nicht einfach. Wie soll ein Arbeitnehmer, besonders der älteren Generation, sich wieder auf das besinnen, was er in seiner Anfangszeit vom Arbeitsleben noch gekonnt hat. Bei der Arbeit mitdenken, mitgestalten. Wirksamkeit leben? Ja sogar Freude an seiner Arbeit empfinden….

Dies wurde leider in den letzten zehn bis zwanzig Jahren durch rigide und autoritäre, machthaberische Verhaltensweisen von vielen Führungskräften weg konditioniert.

Zuckerbrot und Peitsche hört man noch oft von heutigen Führungskräften, das sei das Mittel schlechthin, damit die Mitarbeiter spuren.

Konkurrenzdenken und Ellbogenmentalität und Denunzieren wird vielerorts belohnt.

Doch damit wird über lange Zeit nur das Arbeiten im Sinne “ Dienst nach Vorschrift“ erreicht. Oder der Arbeitsmensch kündigt innerlich und freut sich auf Feierabend und Wochenende, denn dann wird gelebt.

Auch psychische und somatische Erkrankungen haben sich in den letzten Jahren signifikant erhöht. Krankmeldungen gibt es zuhauf, weil Mensch sich gestresst und aufgebrannt fühlt. Im Körper zwickt und zwackt es öfter. Und das Gemüt ist auch nicht mehr so lebendig, wie es sein könnte.

Der Mensch wurde dazu konditioniert in der Arbeitswelt zu funktionieren.

Doch jetzt kommt die schnelle Technik und die Digitalisierung, und der Arbeitgeber versucht das als „was Tolles“ an den Mitarbeiter zu bringen….

Wie er das „Neue“ anbringen soll, weiß er nicht so recht. Ach, mit den alten Verhaltensweisen wird das schon klappen, denkt er sich und versteht nicht , das es auf diese Weise nicht gehen wird.

Denn, „die alte Generation“ wird mit dem Alter bockiger und engstirniger, sie gehen in die Verweigerungshaltung. Im Sinne von, „was ich nicht kenne, mag ich nicht“ Oder sie boykottieren und bremsen aus. Die Verhaltensweisen können sehr feinmaschig und subtil sein…

Und dann kommt noch die jüngere Generation, die Millenialls, heißen sie.

Diese Generation hat an ihren Eltern den Verdruss gesehen, den viele haben an ihrem Arbeitsplatz – und sich gedacht, „nein das will ich nicht haben“.

Sie beobachten und besinnen sich.

Sie wollen nicht nur leben um zu arbeiten. Sie wollen Arbeit und Leben verbinden.

Arbeitszeit ist Lebenszeit.

Und wenn ihnen ein Unternehmen nicht zusagt, gehen sie in ein Anderes und nehmen Erfahrung und Wissen mit.

Jetzt sind die Arbeitgeber gefragt: Wie bekommen sie die Mitarbeiter zufrieden, das sie prima Arbeit leisten und die Firma Gewinn bringt?

Erfolgreich wird auf lange Sicht nur der Arbeitgeber sein, der mit Wertschätzung, Vertrauen und Menschlichkeit die Arbeitswelt wandelt.

Die Zeit der Gefolgschaft ist vorbei.

Es ist an der Zeit sich mit dem Kulturwandel zu beschäftigen.

Das heißt, wenn der Mensch mit Menschlichkeit und Wertschätzung und Respekt behandelt wird, dann wird die Transformation zu einer erfolgreichen Digitalisierung erreichbar sein.

Es bedarf einer Verhaltensänderung von allen Seiten.

Der Arbeitgeber, die Führungskräfte und die Mitarbeiter werden von einem menschlichen Kulturwandel profitieren.

Neue Erkenntnisse von der Arbeitswelt zeigen auf, wie fatal die „alte Haltung“ sich auswirkt. Die Defizite in der Kulturentwicklung zeigen eine direkte negative Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Wenn die Unternehmen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit überleben wollen, ist es an der Zeit umzudenken.

Damit die Digitalisierung funktionieren kann, müssen die Menschen in ihrer Ganzheit und in ihrem So-sein mitgenommen werden.

Natürlich kostet es Zeit und Geld einen menschlichen Kulturwandel zu bewältigen.

Doch wird auf lange Sicht der Arbeitgeber, das Unternehmen und die Mitarbeiter profitieren, weil jeder zufriedener sein wird.

In unserer heutigen Zeit ist die Zukunft ungewiss.

Deshalb ist Arbeitszeit Lebenszeit und muss kultiviert werden.

Pläne machen, Kontrolle haben….

Mensch schmiedet Pläne. Stellt sich vor, wie es zu laufen hat. Freut sich auf die Veränderung in seinem Leben.

Und dann die Enttäuschung, wenn die Unwägbarkeit des Lebens zuschlägt.

Das Gefühl der Hilflosigkeit, nichts an der Situation ändern zu können, weil es noch andere Menschen auf der Welt gibt, die anders planen.

Die Kontrolle entgleitet einem und es bleibt nichts anderes übrig, als sich mit dieser neuen Situation anzufreunden.

Je nach Lebensalter geht das mehr oder weniger gut. Junge Menschen hadern vielleicht mehr mit der Unwägbarkeit.

Ältere Menschen haben diese Lebenserfahrung schon mehrmals erlebt und reagieren oft gleichmütiger.

Die Unwägbarkeit des Lebens lehrt uns, das wir nichts unter Kontrolle haben. Nicht die Umwelt, nicht die anderen Menschen.

Auch wenn das Ego uns das einflüstern möchte. 🙂

Allenfalls haben wir uns selbst unter Kontrolle. Doch auch dies ist nicht immer gegeben.

So bleibt dem Menschen nichts anderes übrig, als die Unwägbarkeiten des Lebens gelassen zu handhaben.

Egal, ob wir uns ärgern, mit der veränderten Situation hadern; es ist besser flexibler zu agieren. Das kostet nicht soviel Energie.

Die gesparte Energie, die uns zur Verfügung stünde, nützen wir dann, um andere Pläne zu machen…..